Jeder kennt das: Man kauft sich einen neuen und besonders guten Fernseher und sobald man ihn einschaltet, bemerkt man, dass das Bild nicht alleine dafür sorgt, dass es ein gelungener Abend wird. Denn leider ist es bei den meisten modernen Fernsehern so, dass die Soundanlage nicht unbedingt qualitativ hochwertig ist. Das äußert sich in dumpfen Tönen, starken Bässen und möglicherweise einer lauteren Musik, so dass man die Dialoge nicht mehr versteht. Dieses Phänomen tritt nicht nur bei typischen Blu-ray Discs auf, sondern generell, auch beim normal übertragenen Fernsehprogramm. Bevor man jetzt denkt, man müsse sich zwingend eine Dolby-Surround-Anlage anschaffen, um Abhilfe zu schaffen, sollte man sich mit dem Thema Soundbars befassen. Eine Soundbar ersetzt die modernen Anlagen, die nicht nur teuer sind, sondern bisweilen auch kompliziert zu installieren. Das rechteckige, längliche Gerät wird direkt unter dem Fernseher angebracht und mit ihm über die Kopfhöreranlage, oder eine externe Steckverbindung gekoppelt. Die Lautsprecherbox ist überwiegend rechteckig gehalten.
Ihren Ursprung hat die Soundbar aus der typischen Anordnung von Lautsprecherboxen. Es gibt jeweils einen rechten und linken Kanal, welche in der Soundbar miteinander in einem Gerät vereinigt werden. In der Mitte befindet sich der Center-Lautsprecher, welcher die Dialoge senden, während die anderen beiden Boxen die Umgebungsgeräusche übernehmen. Der räumliche Effekt lässt sich mit einem separat angeschlossenen Verstärker erreichen. Inzwischen bietet der Markt auch Modelle, die mit einem Anschluss per Blutooth auskommen. Gesteuert werden sie entweder über Fernbedienung oder Smartphone, beziehungsweise ein Tablet. Auf Wunsch kann man des Weiteren noch einen Subwoofer anschließen. Denn regulär sind diese Geräte ausschließlich für die Wiedergabe von Dialogen und Hintergrundmusik gedacht. Wer sich damit eher eine Konzert-Blu-Ray ansehen möchte, der sollte das Gerät mit einem Subwoofer koppeln, um einen tiefen Bass zu erhalten.
Wir haben uns die Zeit genommen und einen Soundbar Test unternommen. Innerhalb des Soundbar Test sind die drei beliebtesten Modelle aufgeführt, inklusive ihrer technischen Merkmale. Anhand dieser Auflistung lässt sich leicht ersehen, worauf es beim Kauf einer Soundbar ankommt. Außerdem haben wir die Geräte auf ihren Umgang im Soundbar Test unter die Lupe genommen. Hier die Auflistung:

PlatzProduktFaktenAmazon
Sony HT-XT1 Soundbase
  • 2.1-Kanal-Audio
  • 170 W Leistung
  • Kabelloses Streaming mit Bluetooth und NFC
  • 3 HDMI Eingänge
  • Raumfüllenden, virtuellen Surround Sound
  • Samsung HW-J450 2.1 Soundbar
  • Ausgangsleistung gesamt (RMS): 300 Watt
  • Subwoofer Typ: Aktiv, kabellos
  • USB-Anschluss für Festplatten und USB-Sticks
  • Enrgieklasse A
  • Exelway STG 1000 BSW

    award_2
    award_1
  • Ergänzt HD-Fernseher um satten HiFi-Sound
  • Preisgekrönte Soundbar mit semiaktiven kabelverbundenem Subwoofer
  • Patentierte und weltweit einzigartige Magnetostrat-Lautsprecher
  • Extrem schlankes Aluminium-Design (5x2x106cm)
  • Funktionen: Bass Boost, Surround Modus, Bluetooth 3.0 + EDR
  • LG LAC555H 2.1 Soundbar mit wireless Subwoofer
  • LG TV Wireless Sound Sync
  • Drahtloser aktiver Subwoofer
  • Verschiedene Tonmodi für optimalen Klang
  • Bose Solo 15 Series II
  • Naturgetreuer Spitzenklang in Vollendung
  • Dialogmodus für klare, verständliche Dialoge
  • Integriertes Bluetooth
  • Einstellbare Basswiedergabe
  • Technische Merkmale der Top3-Modelle

    Soundbar TestAuf dem Markt gibt es inzwischen eine große Vielfalt an unterschiedlichen Soundbars. Doch nicht alle sind auch wirklich qualitativ. Eines der von uns im Soundbar Test genutzten Geräte war mit einer Ausgangsleistung von 300 Watt versehen, was schon einmal nicht schlecht ist. Was die ausgestrahlten Formate angeht, ist das Gerät sehr fortschrittlich und sendet Dolby Digital, DTS, MP3 und WMA. Angeschlossen wird die Soundbar per optischem Kabel. Allerdings verfügt nicht wirklich jeder Fernseher über diese Anschlussmöglichkeit. Angebracht wird das Gerät per Wandhalterung. Die Bedienungsanleitung war gut zu verstehen, das Gerät schnell installiert. Die Steuerung erfolgte per Fernbedienung. Im Gerät selbst waren ein digitaler Audioausgang, USB-Anschluss und ein Klinkenstecker integriert. Das zweite Geräte war ein Built-in-Speaker, was soviel heißt, dass der Subwoofer bereits integriert ist. Das Gerät besitzt eine 120 Watt Ausgangsleistung und die 3D-Sound-Technologie. In punkto Formatwiedergabe war das Gerät etwas breitgefächerter als der Vorgänger und schloss auch noch ältere Formate wie FLAC, OGG, AAC und WAV mit ein. Angeschlossen wird das Gerät über ein Audiokabel.
    Das dritte Gerät in unserem Soundbar Test war mit einem HT-XT1 2.1 Kanal-Audio ausgestattet und brachte es auf 170 Watt Leistung. Angeschlossen wurde es per Blutooth, die Verbindung zu anderen Geräten erlangte es mittels HDMI-Anschluss, von denen gleich drei Stück zur Verfügung standen. Dank des schlanken Designs passt es unter jeden Fernseher und leistete in unserem Soundbar Test einen guten Surround Sound. Im Lieferumfang befand sich die Fernbedienung und ein optisches Digitalkabel, mittels dessen es auch an den Fernseher angeschlossen werden kann.
    Alle drei Geräte überzeugten im Soundbar Test auf der ganzen Linie und gehören zu den Spitzengeräten ihrer Klasse. Was den Preis angeht, ist Kandidat 3 der Teuerste, doch die Anschaffung lohnt sich. Die anderen beiden Geräte siedelten sich, was den Preis angeht, zwischen 95 und 150 Euro an.

     

    Sonstige Erfahrungen

    Im Aufbau waren alle drei Geräte im Soundbar Test sehr leicht zu handhaben, auch die Bedienung war sehr verständlich. Durch die jeweils beigelegte Bedienungsanleitung erschloss sich schnell, wie man an sein Ziel kommt, um einen perfekten Ton wiederzugeben. Fraglich ist eben, wie laut man das Gerät einstellen möchte. Bei 300 Watt haut der Bass schon erheblich rein, ist es etwas leiser, kann man auch leiseste Töne sehr gut verstehen. Wir haben uns neben unseren eigenen Ergebnissen im Soundbar Test auch einmal online umgesehen, wie die Meinungen waren und konnten dort ein durchweg positives Ergebnis feststellen. Allerdings müssen wir hier noch bemerken: Sind die Geräte mit einem künstlichen 5.1 Sound ausgestattet, kommen sie an das echte System mit fünf separat gesetzten Boxen nicht heran. Eine große Soundanlage wird die Soundbar niemals einholen, dafür ist die Leistung schlichtweg zu gering. Doch sie kommt zumindest annähernd an das heran, was man von einer Surround-Sound Anlage gewohnt ist und kann sich somit einiges an Geld sparen. Es kommt auch immer ein wenig auf die eigenen Anforderungen an. Schaut man sich gerne den einen oder anderen Film an, kann die Soundbar bereits genügen. Möchte man beim Ansehen einer Konzert-Blu-Ray förmlich im Konzertsaal stehen, ist eine Surround-Sound-Anlage unabdingbar.

    Der große Vorteil im Gegenzug zu einer solchen Anlage ist die Soundbar leicht aufzustellen, sehr einfach mit dem Fernseher zu verbinden und die Bedienung kann sich ebenso sehen lassen. Man bezeichnet sie nicht umsonst als Mittelding zwischen Fernsehlautsprecher und Surround-Sound-Anlage. Für den eigenen Geschmack bieten die meisten Geräte auch zusätzliche Sound-Modi an, die man frei nach seinem Bedarf einstellen kann. So erhält der Sound generell etwas mehr Pepp als man ihn von einem gewöhnlichen Soundsystem im Fernseher gewohnt ist.

    Die in unserem Test geprüften Geräte können sich, was Leistung und Bedienung angeht, sehr gut sehen lassen und einer Surround-Sound-Anlage sehr gut das Wasser reichen. Vor allem sind sie ebenso überzeugend, was den Preis angeht. Man darf bei diesen Geräten keine Höchstleistungen erwarten, doch sind sie eine sehr gute Alternative, wenn man den Kauf einer großen Anlage scheut, oder sich einfach nicht mit dem zumeist komplizierten Aufbau befassen will. Für solche Zwecke ist eine Soundbar perfekt geeignet.